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Reicht ein Super-Zoom-Objektiv oder sollte man lieber verschiedene Festbrennweiten-Objekte kaufen?

Pentax SpiegelreflexkamerasWer mit dem Fotografieren anfängt, steht vorerst vor viel Neuland und muss sich zuerst bei den vielen verschiedenen Angeboten für eine Kamera zurechtfinden. Probieren geht über Studieren, heißt es oftmals recht schön, aber wenn es etwas kostspielig wird, dann sollte man sich auch vorab umfassend über die jeweiligen Produkte informieren. Sie haben sich also für eine Spiegelreflexkamera entschieden. Doch bei der Frage nach dem richtigen Objektiv stehen Sie noch vor einigen Fragen. Ist bei einer Spiegelreflexkamera ein Super-Zoom-Objektiv besser oder verschiedene Festbrennweiten-Objektive? Damit hierzu jeder seine persönliche Antwort finden kann, werden Ihnen in diesem Ratgeber wichtige Informationen über Super-Zoom-Objektive und Festbrennweiten-Objektive dargelegt. Dadurch werden Sie am ehesten Ihren persönlichen Favoriten finden, der zu Ihren Bedürfnissen und für Ihre Vorhaben am besten geeignet ist.

Super-Zoom-Objektive

Wissenswertes über Super-Zoom-Objektive

Reicht ein Super-Zoom-Objektiv oder sollte man lieber verschiedene Festbrennweiten-Objekte kaufen?Der Brennweitenumfang einer Super-Zoom-Kamera erreicht bis zu 1.000 Millimeter. Als Tele-Objektive werden Brennweiten über 50 Millimeter bezeichnet und Brennweiten ab 300 Millimeter werden Ultratele-Objektive oder Super-Objektive genannt. Im Bereich der Perspektive und Verzerrung verfügen diese über besondere Eigenschaften, die das menschliche Sehvermögen übertreffen. Wenn Sie diese Eigenschaften gezielt einsetzen, können Sie Bildern einen gewissen Effekt verleihen.

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Besonderheiten von Super-Zoom-Objektiven

Teleobjektive sind keine Seltenheit, doch Super-Zoom-Kameras gehören mit ihren enormen Brennweiten im Bereich der Fotografie zu den besonderen Objektiven. Die hohen Brennweiten eröffnen durch die enorme Vergrößerung auf die Dinge eine völlig neue Perspektive, doch gleichzeitig eignen sie sich aber nur für spezielle Motive.

Die Reize einer Super-Zoom-Kamera

Weit entfernte Objekte können durch Super-Zoom-Kameras fotografisch festgehalten und dabei besonders groß dargestellt werden. Eine solche Super-Zoom-Kamera ist vor allem in der Tierfotografie nahezu obligat. Die Vogelfotografie stellt eine besondere fotografische Herausforderung dar, da bei diesen agilen Tieren die Fluchtgrenze besonders gering ist. Hierbei werden Brennweiten von etwa 1.000 Millimetern benötigt, damit Sie formatfüllend die Tiere darstellen können. Der Reiz von einer Super-Zoom-Kamera ist aber ebenfalls in anderen fotografischen Bereichen groß.

Festbrennweiten-Objektive

Wissenswertes über Festbrennweiten-Objektive

Wie der Name bereits verrät, ist ein Festbrennweiten-Objektiv mit einer festen Brennweite ausgestattet. Daher können Sie mit diesen Objektiven nicht an einem Ort stehen bleiben, um den Bildausschnitt zu verändern, indem Sie zoomen. Lange Zeit hat es ausschließlich Festbrennweiten in der analogen Fotografie gegeben, erst deutlich später kamen die Zooms dazu. In diesem Thema scheiden sich die Geister: Auf Zoom-Objektive würden die einen Fotografen niemals verzichten, da diese besonders komfortabel sind, weil sie insgesamt flexibler sind und Sie das Objektiv nicht je nach Situation wechseln müssen. In der Fotografie haben Festbrennweiten allerdings durchaus ihre Berechtigung, weil sie über wunderbare Vorteile verfügen.

Anwendungsgebiete der Festbrennweiten-Objektive

Vor allem beim Film sind Festbrennweiten sehr beliebt, finden aber auch Verwendung in vielen unterschiedlichen Arten der Fotografie. Das Spektrum der verfügbaren Brennweiten ist besonders groß. Dazu gehören Portraitbrennweiten, Makrofotografie oder auch Weitwinkel.

Bei einer Festbrennweite ist der offensichtlichste Vorteil ihre oftmals große Lichtstärke. Zum Teil reicht dessen größte Blende hier bis zu f/1.2, in manchen selteneren Fällen auch darüber hinaus. Ganz andere Möglichkeiten hat man mit einer derart großen Blendenöffnung. Dadurch können Sie sogar problemlos fotografieren, wenn schlechte Lichtbedingungen gegeben sind. Daher müssen Sie die Belichtungszeit nicht unzumutbar hochdrehen, sondern können die Blende einfach weiter öffnen, als etwa bei einer Zoomoptik. Es ist durch die große Öffnung möglich, dass beispielsweise in der Dämmerung in die Kamera noch genug Licht fällt, sodass es ein gut belichtetes, scharfes Foto ergibt.

Tipp! Die große Blendenöffnung erlaubt darüber hinaus mit der Tiefenschärfe eine schöne Spielerei. Das sich dadurch ergebende und viel geliebte „Bokeh“ von einem solchen Objektiv kann für beeindruckende Effekte sorgen und ist sehr beliebt.

Vor- und Nachteile von Super-Zoom-Kameras Vor- und Nachteile von Festbrennweiten-Objektiven
  • Bei Super-Zoom-Kameras kann man nicht behaupten, diese würden einfach in die Hosentasche passen. Teilweise erreichen Sie sogar Größen von den DSLRs. Das Verkaufsargument von diesen Kameras ist aber auch nicht die Größe, diese liegt in der Leistung dieser Kameras.
  • Die Brennweite hat einen extrem hohen Umfang und die Bedienung erinnert an die Geräte aus der Kategorie der Systemkameras.
  • Das fest integrierte Objektiv ist auch vorteilhaft. Dies ist eine willkommene Abwechslung für den Anwender zu den Wechselobjektiven, denn dadurch erübrigt sich das ständige wechseln von den Objektiven und Sie umgehen es, zusätzliches Gewicht tragen zu müssen.
  • Ein Nachteil an Super-Zoom-Objektiven ist, dass diese keinen optischen Sucher besitzen. In der Regel verfügen Sie vielmehr über einen elektronischen Sucher.
  • Sie müssen sich zudem zufrieden geben mit kleineren Bildchips und ebenso darauf achten, dass das gewünschte Gerät mit einem präzise arbeitenden Bildstabilisator ausgestattet ist.
  • Für fortgeschrittene Hobbyfotografen, deren Schwerpunkt bei der Telefotografie liegt, verbuchen diese Nachteile bedenkenlos im Hinblick auf die vielen genannten Vorteile.
  • Verglichen mit Zoom-Objektiven gibt es Festbrennweiten-Objektive mit einer großen Blendenöffnung und mit einer guten Abbildungsqualität zu einem recht niedrigen Preis.
  • In der Regel sind sie klein und sehr leicht und ebenfalls deutlich unauffälliger als Zooms in diesem Brennweitenbereich.
  • Mit diesem Objektiv haben Sie eine geringe Mobilität. Anfangs wirkt das vielleicht wie ein Nachteil, doch dieses wird schnell zu einem Vorteil. Dadurch ist der Fotograf gezwungen, sich intensiver mit seinem Motiv auseinanderzusetzen. Statt einfach nur zu zoomen, müssen Sie ein paar Schritte zurückgehen, und sich dementsprechend Ihren Bildausschnitt gut überlegen. Ihr Auge lernt recht schnell, im Voraus Entfernungen abzuschätzen. Mit diesem Fotografieren ist ein größerer Zeitaufwand verbunden, doch in der Regel sorgt er für bessere Ergebnisse, denn als Fotograf müssen Sie kurz innehalten und sich Ihr Vorgehen gut überlegen, anstatt wie bei einem Zoom-Objektiv einfach nur wild drauf los zu knipsen.
  • Hieraus ergibt sich allerdings auch der Nachteil, dass es schlichtweg manche Orte nicht erlauben, zum Motiv den Abstand zu vergrößern, indem Sie einen Schritt zurückgehen.
  • In Situationen, in denen Sie sehr schnell reagieren müssen, ist man unflexibler. Deshalb kann es beispielsweise passieren, dass Sie zu weit weg sind und Ihnen ein tolles Foto entgeht.

Fazit

Sowohl ein Super-Zoom-Objektiv hat seine Vor- und Nachteile, als auch Festbrennweiten-Objektive. Letztlich hängt die richtige Auswahl also davon ab, was Sie bevorzugt fotografieren möchten und wie das Bild später wirken und aussehen soll. In welche Richtung Sie sich beim Fotografieren spezialisieren wird Ihre Wahl maßgeblich beeinflussen.

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